Unterwegs im Rhein-Sieg-Kreis I

Ich war mit meiner lieben Freundin Rike im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs. Genauer gesagt in Bonn und in Siegburg. Neben ausgedehntem Shopping, haben wir 2 Lokale besucht und uns mal ordentlich durch geschlemmt. Von diesen 2 Lokalen möchte ich heute berichten.

Meine liebe Rike

Meine liebe Rike

Das Wetter war wunderbar. Strahlend blauer Himmel, Sonne, kein Wind. Kalt war es trotzdem. Aber das erste Lokal hatte kuschelige Decken draußen liegen und in Ermangelung eines Platzes im Innern, haben wir uns nach draußen gesetzt und den Bonner Marktplatz beobachtet. Immerhin konnten wir so beobachten, wie der Reisebus der Bonner Karnevalsgesellschaft seine Runden über den Marktplatz drehte. Warum genau er das gemacht hat, hat sich uns allerdings nicht erschlossen.

Das 1. Lokal: First Flush Tearoom

Der First Flush Tearoom am Bonner Marktplatz

Der First Flush Tearoom am Bonner Marktplatz

Von außen ist das Lokal gar nicht besonders auffällig, aber es scheint ein Geheimtipp zu sein. Drinnen war es nämlich absolut voll. Die Inneneinrichtung ist rustikal dunkel gehalten. Natürlich ist alles auf Tee ausgelegt und dabei wirkt es sehr gemütlich. An einer großen Theke gibt es eine tägliche Kuchen- und Tortenauswahl. Neben Kuchen kann man auch warme Speisen zu sich nehmen, wir haben uns aber auf Schokolade und Kuchen beschränkt. Aber natürlich gibt es im First Flush Tearoom auch Tee. Sogar eine ganze Menge Tee. Allein beim schwarzen Tee gibt es schätzungsweise 30 verschiedene Sorten. Für Teetrinker ist dieses Café also ein absolutes Muss.

Rike und ich hatten allerdings mehr Lust auf Schokolade. Sie bestellte sich eine heiße Zartbitter-Schokolade und ich mir eine heiße weiße Schokolade. Dazu gabs Kuchen. Für Rike ein Stück Ananas Marzipan Mascarpone Kuchen und für mich ein Stück Earl Grey mit Yoghurtcreme Kuchen.

2 große Becher Schokolade

2 große Becher Schokolade

Earl Grey mit Yoghurtcreme (1)

Earl Grey Kuchen

Ananas Marzipan Mascarpone Kuchen

Ananas Kuchen

Sowohl Kuchen als auch Schokolade waren ordentlichen große Portionen. Das Preis-Leistungs-Niveau war in Ordnung. Die Bedienung war schnell und sehr freundlich. Alles in allem würde ich dieses Lokal jederzeit empfehlen, wenn jemand ein hübsches Café mit schöner Atmosphäre und großer Auswahl an Getränken und Kuchen sucht. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Am Abend waren wir dann in Siegburg. Obwohl Vegetarier heutzutage ja immer weiter verbreitet sind und es mittlerweile zu einem anerkannten Lebensstil geworden ist, ist es immer noch erstaunlich schwierig, Restaurants zu finden, wo die vegetarische Auswahl nicht nur aus der Salat-Karte besteht. Da Rike aber schon Vegetarier war, bevor es hip wurde und sich entsprechend auskennt, kennt sie auch die guten Lokale. Sozusagen die geheimen Treffpunkte der Vegetarirer. Und so führte uns unser Weg zum Casbah in Siegburg.

Das 2. Lokal: Casbah

Das Casbah liegt direkt am Siegburger Marktplatz und hat 2 Türen weiter auch noch eine Cocktailbar. Ich hab leider vergessen von der Vorderansicht ein Foto zu machen und im Internet habe ich keine Schönen gefunden. Dafür ein Foto von der Innenansicht:

Das Bild habe ich natürlich aus dem Netz gezogen. Als wir am Abend da waren, war es gut gefüllt. Aber tatsächlich saßen wir genau da, direkt am Geländer mit Blick auf den Bereich des Restaurants, den man auf dem Bild nicht sieht. Eine Mischung aus Rustikal und Modern, mit einer halbrunden Theke mitten im Raum. Die Esstische sind praktisch drum herum arrangiert. Die Bedienung war super freundlich und vor allem super schnell. Obwohl das Restaurant so voll war, kamen unsere Bestellungen sehr prompt an. Was mich persönlich ein wenig gestört hat, war die Geräuschkulisse. An einem Freitagabend ist das Lokal sehr gut besucht (hätten wir nicht reserviert, hätten wir sicher keinen Tisch bekommen). Aber entsprechend laut war es auch, da die Räumlichkeit sehr offen ist. Die Lautstärke hat sich im Laufe des Abends aber relativiert. Entweder wurden die Leute leiser, oder ich habe mich an den Lärmpegel gewöhnt.

Was ist am Casbah jetzt so besonders? Na das Essen natürlich. Die Karte besteht aus einer Mischung von Fleischgerichten, vegetarischer und veganer Kücher. Die Karte ist sehr übersichtlich und es ist mit klaren Symbolen markiert, was vegetarisch und was vegan ist. Hinzu kommt, dass das Casbah hauptsächlich mit Lebensmittel aus der Region arbeitet und großen Wert auf Dinge wie Fair Trade und Bio Produkte legt. Trotzdem ist das Preisniveau nicht übertrieben. Wir haben für einen Abend mit 2 Vorspeisen, 2 Hauptgängen, 1 Nachspeise, 1 Flasche Wasser und 1 Pfefferminz-Eistee rund 50 Euro bezahlt.

Jetzt aber zum Essen, es war nämlich zu allem Überfluss auch noch verdammt lecker!

Die Vorspeisen:

Ich hatte Crispy Mozzarella mit Honigflakes und Preiselbeeren. Rike hatte frittierte Babykartoffeln mit veganer Aioli.

Crispy Mozzarella

Babykartoffeln

Die Crispy Mozzarella waren genau richtig als Vorspeisengröße und vor allem unglaublich lecker. Die Babykartoffeln waren auch unglaublich gut und vor allem dem veganen Aioli sollte man auf jeden Fall eine Chance geben. Allerdings war die Schale mit Babykartoffeln ziemlich groß und Rike war nach der Vorspeise schon beinahe satt. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Der Hauptgang:

Hier hatte ich gebratenen Lachs Provinciale mit Knoblauch und Kirschtomaten auf Blattspinat und dazu Reis. Rike hatte die Spaghetti Veganese mit Tofu-Bolognese und gesalzenen Mandelraspeln.

Gebratener Lachs

Spaghetti Veganese

Der Lachs war butterweich und unglaublich gut. Der Reis auf den Punkt gegart und alles sehr gut gewürzt und abgeschmeckt. Ich kam nicht mehr dazu, Rikes Spaghetti zu probieren, aber ich verlasse mich auf ihre Versicherung, dass sie richtig gut geschmeckt hat. Die Portionen waren wirklich ziemlich groß und wir mussten schon nach der Hälfte kämpfen, aber es hat sich gelohnt.

Der Nachtisch:

Nachtisch?! Wir haben doch schon beim Hauptgang aufgeben müssen! Aber Nachtisch muss sein. Vor allem weil Rike von den Cupcakes im Casbah geschwärmt hat. Diese werden von einer Dame namens Junis extra für das Lokal in Handarbeit hergestellt. Also haben wir Junis‘ veganen Schoko-Cupcake zum Abschluss bestellt.

Junis‘ Schokocupcake

Ich persönlich halte ja nicht viel von veganer Ernäherung und war entsprechend skeptisch. Aber der Cupcake war wirklich wirklich lecker. Hätte in der Karte nur Cupcake gestanden, ich wäre nie darauf gekommen, dass er vegan ist. Die Cupcakes sind heiß begehrt und da sie in liebevoller Handarbeit hergestellt werden, gibt es auch jeden Tag nur eine überschaubare Menge davon. Wer also einen abbekommen will, sollte sich vorsichtshalber direkt einen reservieren. Es lohnt sich!

Der Abend im Casbah war sehr gelungen und sehr verfressen. Wer vegetarische oder vegane Freunde hat und mit ihnen essen gehen will, sollte das Casbah auf jeden Fall in seine Favoriten aufnehmen, hier findet wirklich jeder etwas für den persönlichen Geschmack.

Nachdem wir uns also den Tag durch Bonn und Siegburg geschlemmt haben, sind wir reichlich schwerfällig, aber glücklich, nach Hause und in unsere Bettchen gerollt.

Falls jemand Appetit bekommen hat – hier die Links zu den beiden Lokalen:

First Flush Tearoom: http://ff-tearoom.de/

Casbah: http://www.casbah-club.com/

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